Das Praxissemester führte Julia Niebel nach Vorarlberg ins Montafon. Dort wo andere Urlaub machen, arbeitete Sie ein halbes Jahr bei der illwerke vkw AG im Bereich Wasserkraft. Die Vermessungsarbeiten führten Sie an au?ergew?hnliche Orte und Arbeitspl?tzen mit fantastischen Ausblicken.

Flussprofilmessung in Arlberg

Durch das im fünften Semester anstehende praktische Studienprojekt ("Praxissemester") im 中国福彩网,中国福彩app官方下载推荐 Vermessung und Geoinformatik erhielt ich die M?glichkeit, tiefergehende Einblicke in die Ingenieursvermessung im Bereich Wasserkraft zu gewinnen. Mein Praktikum absolvierte ich bei der illwerke vkw AG im Vorarlberg – Montafon (?sterreich), bei der ich für ein halbes Jahr sowohl mein fachliches Wissen erweitern als auch mich pers?nlich weiterentwickeln konnte. Das Unternehmen ist haupts?chlich für die nachhaltige Energieversorgung und Energiedienstleistung durch Wasserkraft im Vorarlberg und in Teilen Süddeutschlands verantwortlich.

Der Gro?teil meiner Arbeit fand im Au?endienst statt. Ich durfte bei verschiedenen Messungen mit dabei sein und das Team aktiv unterstützen. Gerade die Vielfalt der Arbeitsorte, wie an Staumauern, Flüssen, in Stollen oder auf Baustellen, machte die Arbeit abwechslungsreich und spannend.

Bei der Flussprofilmessung im Fluss

Ein besonderes Highlight war die Durchführung von Flussprofilmessungen. Dabei wurden die gesamte Ill, von St. Gallenkirch bis Feldkirch, sowie Teile der Bregenzerach und weitere kleine Nebenflüsse vermessen. In regelm??igen Abst?nden von ca. 400 Metern wurden Querprofile gemessen, um Ver?nderungen im Flussbett und in den Uferbereichen zu dokumentieren. Diese Arbeit war nicht nur technisch interessant, sondern auch k?rperlich herausfordernd. H?ufig stand auch ich in der teilweise starken Str?mung und hielt die Profilpunkte mit einem Reflektor auf. Bei besonders tiefem Wasser wurde der Fluss sogar mit dem Boot überquert.

Ebenso faszinierend waren die h?chstpr?zisen Deformationsmessungen an Staumauern und H?ngen. Hierbei ging es darum, kleinste Bewegungen im Millimeterbereich zu erkennen, um die Stabilit?t von Bauwerken und Gel?nde zu überwachen. Zum Einsatz kamen dabei unter
anderem Pr?zisionsnivellements, Pfeilernetzmessungen sowie regelm??ige ?berwachungsmessungen an gef?hrdeten H?ngen.

Hubschrauber im Anflug

Ein weiteres unvergessliches Erlebnis war die Absteckung einer Baustra?e auf rund 2.000 Metern H?he. Der mehrstündige Aufstieg zu Fu?, die Arbeit in hochalpinem Gel?nde und schlie?lich sogar ein Einsatz mit dem Helikopter machten diese Aufgabe zu etwas ganz Besonderem. Hier konnte ich zudem erstmals eigenst?ndig arbeiten und Verantwortung übernehmen.

Spannend wurde es auch in der Stollenvermessung. Dort wurde zur Bestimmung der Stollenachse ein zweiseitig angeschlossener Polygonzug durch den Stollen gemessen. Unter schwierigen Bedingungen – in v?lliger Dunkelheit und nur mit Stirnlampen ausgestattet – war h?chste Konzentration gefragt. Teamarbeit, Pr?zision und ein sicheres Arbeiten auf unebenem Untergrund waren entscheidend, um über 4 km hinweg genaue Messergebnisse zu erzielen.

Nivellieren an einem Speicher-See

W?hrend des gesamten Praktikums kamen modernste Vermessungsger?te zum Einsatz, darunter Tachymeter, GNSS, Nivellierinstrumente und ein Lasertracker. Die im Au?endienst erfassten Daten wurden anschlie?end im Büro ausgewertet und weiterverarbeitet, wodurch ich den gesamten Arbeitsprozess von der Datenerhebung bis zur Analyse kennenlernen konnte.

Insgesamt war das Praktikum bei der illwerke vkw AG ?u?erst spannend und pr?gend für mich, in fachlicher, wie in pers?nlicher Hinsicht. Die Kombination aus anspruchsvoller Technik, au?ergew?hnlichen Arbeitsorten, eigenverantwortlichem Arbeiten und einem harmonischen Arbeitsumfeld machte diese Zeit für mich zu etwas ganz Besonderem!

Ver?ffentlichungsdatum: 07. April 2026
Von Julia Niebel & Studienbereich Vermessung (studienbereich-vg@hft-stuttgart.de)